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Wassererneuerung
Wassererneuerung im Zürichsee
Eine mit den Vorgängen von Stagnation und Zirkulation verknüpfte Besonderheit des Zürichsees ist seine im Winter und Sommer unterschiedlich hohe Wasseraustauschrate. Die 'theoretische Erneuerungszeit' wird berechnet als diejenige Zeit, in der die Zuflüsse den leeren See auffüllen würden (Volumen / jährliche Zuflussmenge) und beträgt beim Zürichsee 1.2 Jahre. Diese Grösse trägt zwar nicht den in jedem See speziellen Durchmischungsvorgängen Rechnung, doch sie gibt beim Vergleich verschiedener Seen einen Hinweis auf ihre Ansprechzeit auf Veränderungen im Einzugsgebiet (z.B. Phosphor-Eintrag).
Stagnation und Zirkulation
Eine mit den Vorgängen von Stagnation und Zirkulation verknüpfte Besonderheit des Zürichsees ist seine im Winter und Sommer unterschiedlich hohe Wasseraustauschrate. Die 'theoretische Erneuerungszeit' wird berechnet als diejenige Zeit, in der die Zuflüsse den leeren See auffüllen würden (Volumen / jährliche Zuflussmenge) und beträgt beim Zürichsee 1.2 Jahre. Diese Grösse trägt zwar nicht den in jedem See speziellen Durchmischungsvorgängen Rechnung, doch sie gibt beim Vergleich verschiedener Seen einen Hinweis auf ihre Ansprechzeit auf Veränderungen im Einzugsgebiet (z.B. Phosphor-Eintrag).
Zürichseezuflusses
Der grösste Teil des Zürichseezuflusses (85%) stammt aus dem Obersee, dessen Wasser wiederum zu 70% aus dem Walensee stammt. Das via Durchstiche im Seedamm in den Zürichsee einfliessende Wasser wird im Sommerhalbjahr im Obersee soweit erwärmt, dass es sich in den obersten 10 m des Zürichsees einschichtet. Dadurch wird während der Stagnationsphase praktisch nur das Wasser der obersten 10 m ausgetauscht. Die Aufenthaltszeit dieses Wassers beträgt weniger als 3 Monate und wird somit während der sommerlichen Schichtung gut zweimal ausgetauscht. Das hypolimnische Wasser wird dagegen im Sommerhalbjahr überhaupt nicht angetastet. Zwischen Oktober und März wird der Zufluss über eine grössere Tiefe verteilt. In dieser Zeit fliesst dem Zürichsee jedoch nur etwa halb soviel Wasser zu wie im Sommer, so dass theoretisch im Winterhalbjahr höchstens 1/6 des Seevolumens ausgetauscht wird: Die eigentliche Erneuerungszeit beträgt somit rund 6 Jahre.
Austausch von Stoffen
Der Austausch von Stoffen, die ins Hypolimnion absinken (z.B. Phosphor in Form von Biomasse), ist demnach viel langsamer als die theoretische Erneuerungsrate erwarten lässt. Beim Chlorid, das weder an biologischen noch an chemischen Prozessen teilnimmt, ist dagegen die sommerliche 'Spülung' des Epilimnions deutlich sichtbar, da die Konzentrationen im Obersee (1.85 mg/l im Mittel der letzten 10 Jahre) viel geringer sind als im Zürichsee. Dasselbe Phänomen ist nach Buser [Buser, H.-R. (1990): Atrazine and other s-triazine herbicides in lakes and in rain in Switzerland. Environ. Sci. Technol. 24: 1049-1058] die Ursache für den relativ niedrigen Atrazingehalt des Zürichsees: Das vorwiegend im Frühsommer eingetragene Herbizid gelangt zum grössten Teil nur ins Epilimnion und wird im Laufe desselben Jahres wieder 'ausgewaschen'.

