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Medienmitteilungen
8. Dezember 2011
Stadtrat will sich an der Aufwertung zweier KWO-Kraftwerke beteiligen.
Die KWO AG plant, die Leistung ihrer Kraftwerke Handeck 2
und Innertkirchen 1 zu erhöhen. Die Stadt Zürich als Aktionärin
kann davon ebenfalls profitieren, sofern sie sich am Projekt
beteiligt. Der Stadtrat unterbreitet dem Gemeinderat eine
entsprechende Vorlage.
Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) will im Rahmen des
Investitionsprogramms KWO plus ihre beiden Kraftwerke Handeck 2 und
Innertkirchen 1 aufwerten. Das bedeutet eine Leistungssteigerung
von 280 Megawatt und eine Mehrproduktion von 70 Gigawattstunden pro
Jahr. Damit lassen sich 26 000 durchschnittliche Haushalte
versorgen. Heute produziert die KWO mit acht Speicherseen und neun
Kraftwerken mit insgesamt 1125 Megawatt installierter Leistung rund
2300 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Die Stadt Zürich ist am
Aktienkapi-tal der KWO zu einem Sechstel beteiligt. Für die KWO
wäre das Projekt auch ohne die Beteiligung der Stadt Zürich
realisierbar. Diese könnte aber vom Mehrwert, den die Massnahmen
bringen, nicht profitieren.
Mit der Aufwertung der beiden Kraftwerke kann die KWO das
zufliessende Wasser zu den Spitzenzeiten besser nutzen und daraus
mehr Strom produzieren. Dadurch erhöht sich vor allem die
Flexibilität und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Es
braucht dafür neue Triebwasserwege und neue Kavernen für
zusätzliche Maschinen. Oberirdisch wird das Projekt nur durch ein
so genanntes Beruhigungsbecken in Innertkirchen sichtbar, weil das
Triebwasser künftig nicht mehr direkt in die Aare geleitet werden
soll. Auf diese Weise vermindern sich die negativen Einflüsse auf
das ökologische System, da künstliche Abflussschwankungen minimiert
werden können. Bei der Erarbeitung des Projektes konnten sowohl die
zuständigen Behörden als auch die Umweltschutzorganisationen ihre
Anliegen einbringen, so dass es schliesslich keine Einsprachen
gab.
Die KWO setzt im Rahmen dieses Projektes verschiedene
ökologische Massnahmen um. Auf dem Weg in die
2000-Watt-Gesellschaft gewinnt die grössere Flexibilität der
Wasserkraft an Bedeutung, weil es mit dieser möglich ist,
unregelmässige und schlecht planbare Ener-gieproduktionen aus Wind-
und Solaranlagen auszugleichen.
Die Investitionen von gut 300 Millionen Franken für die Aufwertung der Kraftwerke will die KWO selber tätigen. Die Zustimmung der Stadt Zürich als Aktionärin der KWO hätte jedoch jährlich wiederkehrende Ausgaben in Form von höheren «Jahreskosten» durch das ewz an die KWO zur Folge. Diese Zahlungen sind vom Gemeinderat zu beschliessen.

