Navigation - Gesundheits- und Umweltdepartement




Schadstoffe in Baumaterialien

Seite vorlesen

Massnahmen bei Schadstoffen in Baumaterialien

 Vor Umbauvorhaben oder Instandhaltungsarbeiten empfiehlt es sich, zur Erhebung von Schadstoffen Gebäudechecks oder zur Grobeinschätzung Gebäudescreenings in Auftrag zu geben:

  • bei Bauten mit Baujahr vor 1990 zur Ermittlung asbesthaltiger Baumaterialien
  • bei Bauten mit Baujahr vor 1976 zur Ermittlung von PCB insbesondere in Fugendichtungsmaterialien.
Werden asbesthaltige Baustoffe unsachgemäss bearbeitet, so können lungengängige Asbestfasern in die Raumluft gelangen und ArbeitnehmerInnen sowie GebäudenutzerInnen gefährden. PCB- haltige Fugen im Innenbereich können die Raumluft belasten. Bei unsachgemässer Bearbeitung können zudem grosse Mengen PCB-haltiger Stäube freigesetzt werden. 
 
Erhärtet sich der Verdacht und werden schadstoffhaltige Baustoffe gefunden, so ist eine Einschätzung der gesundheitlichen Risiken für Arbeitnehmende und BewohnerInnen nötig, um darauf abgestützt die erforderlichen Massnahmen zu planen. Zur Einschätzung des Risikos können Raumluftmessungen erforderlich sein, die anhand von Vorsorge-Richt- bzw. Grenzwerten für die Allgemeinbevölkerung oder MAK-Werten (maximale Arbeitsplatzkonzentrationen) für Arbeitnehmende bewertet werden. Arbeiten, bei denen erhebliche Mengen gesundheitsgefährdender Asbestfasern freigesetzt werden können, dürfen nur durch von der Suva anerkannte Asbestsanierungsunternehmen ausgeführt werden. Sie verfügen vielfach auch über das nötige Fachwissen zum Entfernen PCB-haltiger Fugendichtungen.


Emissionen

Produkte wie Holzwerkstoffplatten oder Klebstoffe, Produkte zum Versiegeln oder Imprägnieren von Baumaterialien oder vor Ort erstellte Mischungen können je nach Menge und Inhaltsstoffe über längere Zeit zu erhöhten Raumluftkonzentrationen von  Formaldehyd, Lösemitteln (VOC) und anderen chemischen Stoffen führen. Flüchtige Reiz- und Geruchsstoffe können auch durch Sekundärreaktionen von Baustoffen mit Feuchtigkeit entstehen. Bei länger andauernder Exposition ist eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens in Form von Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Unwohlsein nicht auszuschliessen. Nach Verlassen der Räume sind die Symptome meist rückläufig.


Planung

Ziel ist es, durch den Einsatz emissionsarmer Baustoffe und Einrichtungen die Schadstoffbelastung im Innenraum zu minimieren. Gesundheitsbasierte Richtwerte anerkannter Fachorganisatoren dürfen nicht überschritten werden. Für Planung und Ausschreibung können ökologische Planungswerkzeuge verwendet oder mit Planenden Zielwerte für das Innenraumklima vereinbart werden. Ob die gelieferten und verarbeiteten Baustoffe der Bestellung entsprechen, muss die Bauleitung auf der Baustelle regelmässig kontrollieren (vergl. Planung, Ausschreibungshilfen in Nachhaltiges Bauen in Planer- und Werkverträgen).


Seite drucken    nach oben


Weitere Informationen

Kontakt

Stadt Zürich
Umwelt- und Gesundheitsschutz
Energietechnik & Bauhygiene

Asbestsanierungen
Postfach 3251
8021 Zürich
Telefon 044 412 20 86
Fax 044 363 78 50

Kontaktformular