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Wärmepumpe / Umweltwärme
Die Nutzung von Umweltwärme (zum Beispiel mit Wärmepumpen) eignet sich für Gebäude ausserhalb des Fernwärmegebiets und wenn auch künftig keine Aussicht auf Anschluss an das Fernwärmenetz besteht.
Umweltwärme kann in Zürich aus dem Grundwasser, aus Seen und Flüssen (Zürichsee und Limmat), aus geklärtem und ungeklärtem Abwasser, aus dem Erdreich oder aus der Aussenluft gewonnen werden.
Was ist Umweltwärme?
Bei der Nutzung der Umweltwärme wird mittels Erdsonden der Boden als Wärmequelle und allenfalls auch zur Kältebereitstellung genutzt.
Die Temperatur der Wärme, die der Umwelt entzogen wird, liegt meist unter der Raumtemperatur. Damit die für Raumheizung und Wassererwärmung erforderlichen Vorlauftemperaturen erreicht werden können, ist der Einsatz einer Wärmepumpe erforderlich. Wärmepumpen nutzen physikalische Eigenschaften bestimmter Stoffe in einem Kreisprozess, um aus einer Kilowattstunde Strom für den Betrieb eines Kompressors drei bis vier Kilowattstunden Wärmeenergie bereitstellen zu können.
Grundwasser und Oberflächenwasser (Zürichsee, Limmat)
Um die Umweltwärme aus dem Grundwasser zu nutzen, braucht es zwingend eine Grossanlage oder einen Verbund mit mehreren Gebäuden, damit möglichst wenig in das Grundwasser oder das Oberflächengewässer eingegriffen werden muss. Solche Anlagen werden meistens als Energie-Contracting betrieben (siehe ewz Energiedienstleistungen).
Vorteilhaft ist die Nutzung sowohl für Wärme(Raumwärme/Warmwasser) als auch Raumkühlung. Beispiel Seewasserverbund Fraumünster
Ungeklärtes und geklärtes Abwasser
Auch hier sind aus Rentabilitätsgründen zwingend Grossanlagen und Verbunde nötig. Die Anlagen werden meistens durch ein Energie-Contracting mit dem ewz betrieben. Auch hier sind Verbundsysteme für Wärme (Raumwärme/Wasserwärme) und Kühlung von Vorteil. Beispiel Wärmeverbund Wipkingen (ungeklärtes Abwasser)
Wärmepumpen
Die Erstellung von Wärmepumpen wird durch den Stromsparfonds gefördert. Neben der Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen sind weitere Bedingungen zu beachten, beispielsweise die Anforderungen an die energetische Qualität der Wärmepumpe.
Erdsonden
Ob sich ein Standort für die Installation von Erdsonden eignet, kann aus der GIS Karte ermittelt werden. Für das Erstellen von Erdsonden-Anlagen ist die kantonale Behörde AWEL, Abteil. Gewässerschutz, Grundwasser und Wasserversorgung zuständig.
Aussenluft
Zur Nutzung der Wärmequelle Aussenluft müssen grosse Luftmengen durch einen Wärmetauscher bewegt werden. Gerade in städtischer Umgebung können die dabei entstehenden Strömungsgeräusche zu einer erheblichen Lärmbelastung auch der Nachbarschaft führen. Solche Anlagen sind besonders sorgfältig zu planen und es sind ausreichende Lärmschutzmassnahmen erforderlich. Aussenluft als Wärmequelle für den Betrieb einer Wärmepumpe eignet sich eher für kleine Gebäude.

